Solarpanel im Eigenbau – Die Zweite

Ich Trottel hatte ja damals 300 Stück an Zellen gekauft, die natürlich zu schade sind um sie wegzuwerfen. Was machen wir also damit? Genau, wir tun uns erneut den Krampf an und bauen ein Solarpanel!

Zuerst habe ich an sämtliche Zellen Kupferstreifen gelötet. die doppelte Länge + ein wenig Überschuss. Falls ihr das Panel nicht an einem Tag vollenden wollt, dann schaut, dass ihr die Zellen halbwegs luftdicht verpackt.

Anschließend werden auch hier wieder pro Reihe 6 Zellen verwendet.

Die Gehäuse sind diesmal aus Abfallholz. Ein einzelnes Brett war zu klein für ein 36-Zellen Panel, also hab ich zwei genommen und bin auf 48 Zellen gegangen. Die Scheibe ist wieder mit Montagekleber geklebt, wobei dieser sich gelöst hat und ich nachbessern musste. Mittlerweile wird die Scheibe mit einem Aluwinkelprofil rundum auf den Rahmen gedrückt und kann sich somit auch nicht mehr lösen. Holz ist natürlich nicht das Material für die Ewigkeit, aber wenn es regelmäßig gestrichen wird, sollte es trotzdem einige Jahre halten. Wir werden sehen.

Ansonsten noch zum Thema Eigenbau:
Der große Vorteil im Eigenbau liegt finde ich darin, dass man das Solarpanel von der Form her bauen kann, wie man es braucht. Solltet ihr zum Beispiel ein schmales Dach haben, dann nimmt man eben lange Reihen und wenig Zeilen oder wenn das Panel eine bestimmte Form, wie zum Beispiel ein „L“ haben soll. So wie in meinem Fall ist es eigentlich eher Quatsch, vorallem wenn man sich mal anschaut, was man schon für recht wenig Geld an Leistung bekommt.

Blöderweise liegen hier immernoch etwa 200 Zellen herum…

Überwachung des Garagentors

Das Projekt ist schon etwas länger her. War mal für einen Arbeitskollegen, dessen Vater Probleme mit Demenz hatte. Dieser vergas dadurch oftmals das Garagentor zu schließen, welches dann über Nacht offen blieb – Ist natürlich ungeschickt. Aufgabenstellung war also etwas zu bauen, um den Status des Garagentors zu ermitteln (Auf oder Zu) und ab einer einstellbaren Zeit ein Warnsignal abzugeben, in Form eines blinkenden Displays. Zusätzlich sollte die eingestellte Zeit auch nach einem Stromausfall erhalten bleiben.

Die Komponenten bestanden aus einem Arduino Nano, ein HD1602 LCD, ein DS3231 RTC, ein Inkrementaler Drehgeber, sowie einem LM393 der mit einer IR Diode ein Signal abgibt, sobald ein einstellbarer Abstand unterschritten wird.

Bisher hab ich eigentlich immer mit solchen billigen Kunststoffgehäusen aus China gearbeitet, aber seit einiger Zeit bin ich jetzt auch relativ gut in CAD eingearbeitet und kann eigentlich die meisten Dinge, vorallem Gehäuse, zumindest für meine Ansprüche selbst passend designen.

Ist vorallem echt genial, wenn man an den Gehäusen nichts mehr nacharbeiten muss. Keine Abstandshalter, nichts ausfräsen, einfeilen, bohren oder sonst irgendwas (Zumindest, wenn man sich beim designen nicht mal wieder vermessen hat :P) 3D Druck machts möglich.

Die IR Diode am LM393 hätte dann eigentlich ein Signal geben sollen, wenn durch das geöffnete Tor der gemessene Abstand reduziert wird. Das Display sollte in der Küche hängen und durch einen Durchbruch in die Garage miteinander verbunden werden. Leider verstarb sein Vater relativ kurze Zeit später, wodurch das Projekt nie zum Einsatz kam.

Drehrad von Autoradio spinnt

Hallo zusammen, lange lange ists her. Viel zu lange… aber machen wir lieber mit dem Blogpost weiter.

Ich hab mir vor Ewigkeiten ein Alpine 9833 Autoradio gebraucht über das Hifi Forum gekauft. Hauptgrund war hier die Laufzeitkorrektur, um die Bühne korrekt einstellen zu können. Wirklich ein sehr leckeres Teil, allerdings hat das Drehrad für die Lautstärke im Laufe der Zeit immer mehr Probleme gemacht, bis es dann am Ende quasi nicht mehr möglich war, die Lautstärke kontrolliert einzustellen. Der Drehgeber war also hinüber.

Man könnte sich jetzt natürlich Fragen, warum ich bis zum bitteren Ende gewartet habe: Ich bin von ausgegangen, dass irgendwelche Sonderteile verbaut wurden, die man nicht ohne weiteres wechseln kann. Eigentlich sollte ichs besser wissen, aber nun ja. Als ich das Bedienpanel dann einfach mal aufgeschraubt habe, kam mir erst einmal ein breites Grinsen aufs Gesicht.

„Yes, ein ähnliches Teil hab ich im Lager!“ 😀

Also altes Teil ausgelötet, neues Teil aus- und wieder eingelötet. Der Schaft war ein wenig länger, aber den hab ich einfach runtergeflext. Hat alles gut funktioniert und die Lautstärke lässt sich jetzt wieder einwandfrei einstellen.

Was ich allerdings nicht beachtet habe, bzw zu dem Zeitpunkt wusste: Solche Drehgeber gibts mit unterschiedlich vielen Impulsen pro Schritt. Der Originale hatte einen Impuls pro Schritt. Der von mir eingebaute macht allerdings zwei Impulse pro Schritt. Ich kann nun also nur noch mit zweier Schritten die Lautstärke verändern, aber was solls, dadurch kann ich schneller aufdrehen, wenn ein toller Song kommt. 😀

PS: Ab jetzt gibts wöchentlich einen Blogeintrag. Wenns mal wenig zu schreiben gibt, dann wird eben wenig geschrieben, aber ich will das auf jedenfall wieder in meinen Alltag reinpacken.

Projekt: Lichtmessung im Tunnel

Moin ihr, ist schon wieder etwas länger her…ein wenig zu lange muss ich gestehen.
Hier ein Post, der schon etwas her ist, aber mit der Veröffentlichung ein wenig warten musste. Viel Spaß 🙂

Die Firma von meinem Bruder hat auf einem Wettbewerb der französischen Bahn den dritten Platz mit einem Modell über die Lichtmessung in Tunneln erzielt. Anscheinend ist die Überwachung der Beleuchtung in Tunneln recht aufwendig, vorallem wenn diese über mehrere Kilometer Länge gehen und nachträglich nichts an der dortigen Verkabelung geändert werden darf.

Da das Modell(War ziemlich einfach gehalten), bzw die Idee gut ankam, wurde angefragt, ob man dasselbe nochmal mit mehr Extras, etc. und allgemein eben „Messekonform“ bauen könnte. Am ersten Modell hab ich die LEDs, sowie ein klein wenig Elektrik beigesteuert und weil meine Arbeit wohl gut ankam, durfte ich nun das zweite Modell unter Aufsicht meines Bruder komplett von Grund auf bauen.

Den Anfang haben wir bei Hornbach mit dem Holz gemacht. Das Modell sollte die Maße 80x80cm haben.

Das Modell besteht aus einer Basis, auf der sich alles befindet, was das Modell ausmacht und einem Monitor, der an einem Brett mittels Vesa-Mount befestigt ist. Da der Monitor demontierbar sein soll, ist das Brett über M6 Einschraubmuttern an der Basis befestigt.
Die Montage der Einschraubmuttern war ein Krampf. Wenn man die nicht hunderprozentig gerade einschraubt, dann geht die Schraube im besten Fall nur leicht klemmend rein. Ständerbohrmaschine würde hier sehr helfen, aber wer hat sowas schon im Keller stehen? Ich leider (noch) nicht.

Vom Gerüst des Tunnels hab ich blöderweise kein Bild gemacht. Es besteht aus 5 ausgeschnittenen Tunneldurchgängen aus Karton, welche mit Holzspießen und Heißkleber in Kurvenform miteinander verbunden sind.
Danach aus GFK die grobe Form laminiert. Wobei ich beim nächsten mal mehr „Polygone“ im Gerüst machen muss, damit ich im späteren Schritt nicht so viel spachteln muss.

Hier nun also der gespachtelte Tunnel. Jetzt gehts los mit spachteln-schleifen-spachteln-schleifen, bis man die Schnauze voll hat.

Der Tunnel hat jetzt noch grobe Konturen, aber das ist egal. Wir wollen sowieso keine absolut runde Form. Außerdem schonmal Bohrungen für die LEDs.

Mit Knitterfolie überzogener Tunnel. Ich war von dem Zeug zu Beginn extrem skeptisch, muss aber sagen, dases eigentlich ne echt tolle und einfache Sache ist. Wie der Name schon sagt, nimmt man die Folie und verkrumpelt sie. Die Falten die daraus entstehen, erzeugen eine tolle und ansprechende Struktur. Wenn man mit dem Zeug mehr Erfahrung hat, geht das bestimmt noch viel besser.

Hier sieht man nun den fertigen Tunnel. Kabel sind verlegt und die Tunnelenden sind geklebt, welche jedoch ein wenig abgeschliffen werden mussten. Durch die langen Waggons am Zug sind diese am Ein- und Ausgang hängen geblieben.
Die beiden Metallstifte sind die Arretierung zur Basis, damit der Tunnel immer am selben Platz steht und ebenfalls demontierbar ist, für Wartung an den Gleisen oder sonstiges.

Der Absatz ist für eine Plexiglaskuppel als Abdeckung, damit niemand im Modell rumfummeln kann. Besser wäre allerdings eine Nut in der Basis gewesen, sodass die Kuppel nicht wegrutschen kann und beidseitig anstößt.

Einmal der monitierte Monitor, sowie ein paar Modellbauteile, welche später auf der Basis als Deko stehen. Das Haus hat am Boden ein Loch, in welchem eine LED sitzt. Diese wird nun als Indikator verwendet ob Strom auf den Schienen ist oder nicht.

Die „Beleuchtung“ des Zugs war quasi nicht vorhanden, also habe ich kurzerhand ein wenig gefräst und Platz für kleine 3mm LEDs gemacht.

Hier sieht man den Grasteppich vor dem Kleben und die Einschraubmuttern im Brett. Der Teppich wurde mit Kraftkleber von Pattex geklebt. Da dieser aber keinen Belastungen ausgesetzt ist, kann man da eigentlich fast nehmen, was man will.

Ein wenig Elektronik ist auch dabei. Wir haben hier 4 Transistoren, die die 4 LEDs im Tunnel kontrollieren. Der rechte IC ist ein MCP3008 AD-Wandler. Da der Raspi nur digitale Eingänge hat, brauchen wir diesen um die Lichtdioden „auszulesen“.
Es gibt noch eine zweite Platine, auf der der Zug über einen Mosfet gesteuert wird, sowie 2 weitere Transistoren für die beiden LEDs der vorderen Schalter und noch drei Pulldown Widerstände für Schalter.

Die vorderste Platine ist ein Step-Up Wandler. Dieser regelt die 5V des Netzteils auf die passende Spannung des Zugs hoch. Einstellbar, damit wir die Zuggeschwindigkeit einstellen können.
Der Rest ist wie man sieht (noch) ein wenig durcheinander. 🙂

Aufgrund von Designänderungen musste das Modell weiß werden. Hier sieht man das abgeklebte und grundierte Modell.

So langsam siehts doch nach was aus.

Modell im Test. Mittlerweile ist die Deko geklebt und die Schienen glaube ich auch? Auf jedenfall waren wir kurz vor dem Ende, aber dann…

…gabs da noch die Plexiglaskuppel. Die klebte sich leider nicht von selbst. Der Kleber ist UV-härtend und leider war an dem Tag keine Sonne da. Ich hab mir mal vor na Weile ne kleine UV-Lampe gekauft. Irgendwie ging es damit, aber es hat echt lange gedauert, bis man ohne Angst das Ding anpacken konnte. Auf dem Bild kleben wir gerade die Seiten zusammen.

Hier die Oberseite des Plexiglas. Mittlerweile war schon lange nach meiner eigentlichen Bettzeit, sodass ich nicht die ganze Zeit mit der kleinen UV-Lampe alle Flächen ableuchten konnte. Ich weiß nicht, ob die Leuchten auf dem Bild irgendwas gebracht haben, aber am nächsten Tags wars trotzdem bombenfest. 😀

Und Übergabe.

Ingesamt war das ein echt tolles Projekt, welche viel Spaß bereitet hat und ich vieles lernen konnte, aber ebenso wenig war auch viel Zeitdruck und Stress dabei, was man aber zum großen Teil auch auf meine unerwartet geänderten Arbeitszeiten zurückführen kann und außerdem ists wohl normal, das bei so Sachen das Ende ein wenig hektisch wird. 😀

Alter Sony Verstärker geht in den Protect Modus

Moin zusammen!

Vor na Weile bekam ich von meiner Cousine nen alten Sony Verstärker. Daheim hab ich zwar schon einen, aber auf Reserve finde ich sowas nie verkehrt, also wurde der erstmal daheim eingelagert. Mein Bruder hat den dann vor kurzem bekommen und hat ihn zum ersten mal angeworfen. Das ging ~5min und dann schaltete der Verstärker in den Protect Modus. In was für nem genauen Fall der Verstärker in diesen Modus schaltet, weiß ich nicht. Wie der Name aber schon sagt, ists wohl zum Schutz des Verstärkers, der Lautsprecher oder vielleicht auch zum Schutz des Menschen(Stromschlag, etc.).

Da der Verstärker aber 5min lang Musik abspielt, sollte hier zumindest kein zu großer Schaden sein.

Jupp, selbstverständlich hab ich das Ding mal aufgeschraubt. 😀

Das erste was aufgefallen ist, ist ein Staubmantel und seltsamer „Dreck“? Jetzt im nachhinein würde ich fast sagen, da ist mal ne Flüssigkeit ausgelaufen. An anderen Verkleidungsteilen fand ich nämlich auch Spuren davon. Erste Maßnahme war also mal das Reinigen der Platine. Zuerst wurde der Staub mit Pressluft abgeblasen und anschließend bin ich mit Verdünnung drüber. Grad einpinseln und wieder abblasen. Alle Spuren konnte ich zwar nicht entfernen, aber auf jedenfall besser wie zuvor.

An den Flachbandkabel waren auch Spuren der Flüssigkeit. Bin mit feinem Schmirgelpapier drüber, damit die Kontakte wieder sauber sind. Außerdem hab ich jede Menge gebrochene Lötstellen gefunden. Dürften 15 – 20 Stück gewesen sein. Waren zwar eher an „unbedeutenden“ Stellen wie den Lautsprecherterminals, aber vielleicht schaltet der Verstärker ja auch bei Überlast ab, aufgrund von zu hohen Übergangswiderständen durch die gebrochenen Lötstellen?

Die Maßnahmen waren auf jedenfall erfolgreich. Der Verstärker spielt wieder ohne Unterbrechung durch und schaltet nicht mehr auf Protect. Welche davon jetzt den Fehler beseitigt haben, weiß ich nicht. Mehr Möglichkeiten hatte ich eh nicht. Die Alternative wäre dann der Schrott gewesen.

Werft also nicht immer gleich alles weg. Größere Defekte geben in der Regel deutliche Zeichen wie Rauch, Gestank oder auch Geräusche. Man kennts ja. 😀 Oft sinds nur kleinere Sachen, die man problemlos selbst machen kann.

Vorschau zur neuen Tischkickeranzeige

Eigentlich sollte ein anderer Eintrag vorher kommen, aber den muss ich leider noch ein wenig zurückhalten. Dürfte aber innerhalb der nächsten ein oder zwei Wochen kommen denke ich. Bis dahin gibts mal ein kleines Update zum kommenden Tischkickerupdate. 😀

Als Neuerung kommt erstmal nur ein RFID Anmeldesystem, sowie eine Soundausgabe und ein Arduino Mega.

Man kann sich dann über einen RFID Chip an der Anzeige anmelden und der Name wird im Display angezeigt: „Hans vs Peter“.
Das ist aber nur eine Vorstufe. Das eigentliche Highlight sollen Statistiken werden, die den angemeldeten Spielern zugeordnet werden. Für die Statistiken an sich werd ich aber wieder ein wenig Zeit brauchen. Datenbanken sind zu speicherhungrig für den Arduino, also muss ich das anders machen. Wohl irgendwie mit Textdateien? Mal sehen.

Die zweite Neuerung ist eine Soundausgabe. Statt langweiligem Piepen, wird nun Torjubel, Abpfiff, Ansagen für restliche Spielzeit, etc. ausgegeben.

Aufgrund von Pinmangel und Speicherplatz Problemen hab ich nicht großartig lang überlegt und bin auf einen größeren Arduino umgestiegen. Codeoptimierung ist schön und gut, aber wie sagt mein Bruder gerne? 80/20.

Ah, eine Tempomessung ist auch experimentiell drin. Damit die einwandfrei funktioniert, muss aber erst der Tischkicker ein wenig modifiziert werden.

Soweit dazu. Mehr kommt, wenns mehr gibt!

Tischkickeranzeige mit zweitem Display

Am Tischkicker hat sich mittlerweile wieder ein wenig was getan.

Um das ganze nutzerfreundlicher zu machen und auch einfach mehr Informationen anzeigen zu können, ist jetzt noch ein kleines 16×2 Zeichen Display dazugekommen. Hier werden nun Infos über die aktuelle Menüauswahl und während dem Daddeln der Status des Spiels angezeigt (Läuft, Pausiert, etc.)
Wenn mehrere Matches gespielt werden (Best of 3) zeigt der LCD die gewonnenen Sätze an.

Die schonmal erwähnte Verspiegelung ist jetzt auch eingebaut. Eigentlich wollte ich echte Spiegel verwenden, aber woher in der von mir benötigten Größe nehmen? Auf die Chinesen ist Verlass. Für wenige Euronen hab ich mir Spiegelfolie gekauft, diese auf einen Aluwinkel geklebt und das ganze an den Tisch geschraubt. Ein wenig musste ich mit Fühlerband justieren, aber insgesamt funktioniert das so wunderbar und die Erkennung liegt nun bei 100%.

Heute kam noch ein Prallschutz dazu(Das Lochblech). Stellenweise wurden durch extrem schräge Bälle Sensoren getroffen, wodurch diese sich verstellt haben. Sollte nun auch erledigt sein.

Nächster Punkt ist nun erstmal den Code aufzuräumen. Mein Bruder hat mich quasi „ausgeschimpft“. 😀 Ist halt doch was anderes, wenn mans professionell gelernt hat und macht.

Akkuupgrade meiner Campingleuchte

Moin ihr und noch ein frohes neues Jahr! Hoffe ihr seid alle gut reingerutscht und habt Weihnachten und Silvester ordentlich gefeiert.

Heute gibts mal wieder eine kleinere Bastelei an meiner Campingleuchte, die ich zu Weihnachten bekommen habe. Grundsätzlich gefällt mir das Teil, nur war der Akku mit seinen 1,6Ah ein wenig klein ausgelegt. Bei voller Helligkeit war nach etwa 4h Schluss. Da muss mehr gehen.

Wie bei den meisten Geräten heutzutage sitzen in dem Ding 18650er Lithiumzellen drin. Entweder neu im Handel erhältlich oder man besorgt sich gebrauchte Notebookakkus und plündert die Zellen.

Ich hab im zerlegten Zustand mit den Bildern angefangen. Komplett sieht man die Leuchte am Ende. In den preiswerteren Geräten sind leider immer ziemlich minderwertige Akkus verbaut. Hier haben wir zwei 0,8Ah Zellen. Mittlerweile haben einzelne Markenzellen glaube ich schon 3 – 3,5Ah.

Da der Originalplatz es zulässt, habe ich mich für insgesamt 8Ah entschieden. Das wird zwar wahrscheinlich schon eher zuviel sein, aber ich hab die Zellen sowieso hier liegen, also rein damit.
Eigentlich ist es nicht ratsam die Zellen so wie auf dem Bild zu verbinden. Wir haben hier jetzt quasi eine Leitung, über die der Strom fließt. Bei kleinen Strömen, wie bei der Campingleuchte macht das nichts, aber bei höherer Last könnte es je nach Querschnitt brenzlig werden. Wenn möglich, jede Zelle miteinander verbinden. Also über Kreuz und so weiter.

Nun verklebt im originalen Akkuschacht. Das dünne Kabel ist die Originalleitung, die zum BMS der Leuchte geht und das dickere Kabel hab ich zum Laden für höhere Ströme angelötet. Mit dem Originalnetzteil dauert mir das zu lange. So kann ich dann einfach mit meinem Modellbauladegerät innerhalb von 2-3h den Akku von 0 auf 100 laden.

Fertig. Die Campingleuchte hat unten einen praktischen Schraubdeckel. Dort kann ich prima mein Kabel verstauen.

Wie immer natürlich wenn ihr mit Lithiumzellen bastelt: Aufpassen! Da können und werden hohe Ströme fließen wenn ihr versehentlich etwas verpolt oder die Isolierung beschädigt.

Selbstgebautes Solarpanel

Mal wieder ein Projekt, welches etwas länger her ist. Glaube das war Mitte des Jahres? Bin mir nicht mehr ganz sicher.

Da die Starterbatterie meines Autos mittlerweile 8 Jahre alt war und bei meinen häufigen Kurzstrecken oftmals schwächelte und Unterstützung durch regelmäßiges aufladen benötigte(Was wiederrum zu nervigem Kabel verlegen führte) hab ich mir kurzerhand ein fertiges kleines 30 Watt Panel gekauft und über einen Step-up Wandler meine Batterie aufgeladen.
Das hat so super funktioniert, das ich mir ein Panel aufs Dach basteln wollte, um damit meine Akkus aufzuladen.

Wie ich bin, hab ich natürlich auch gleich nach Selbstbaulösungen gesucht. Hauptproblem war hier die Glasscheibe. So dünne Scheiben, wie sie in Solarpanels verbaut werden, bekommt man nicht so ohne weiteres und vorallem nicht preiswert. Im Endeffekt bin ich dann bei dünnem Polycarbonat gelandet. Ist UV-stabil, durchsichtig und schlagfest. Über die Dauerhaltbarkeit kann ich aber noch nicht wirklich was sagen.

Bei Ebay werden teilweise Pakete von qualitativ minderwertigen oder auch einfach alten Restbeständen an Solarzellen angeboten. Eigentlich wollte ich nur ein Panel bauen, aber ich bin der Versuchung erlegen und hab mir ein 300 Zellen Paket gekauft. 😀

Eine Zelle dieses Pakets gibt im Idealfall an die 4,x Watt ab. Da ich 36 Zellen verbaut habe, kommen wir also auf ~ 144 Watt.

Der Aufbau eines solchen Solarpanels sind einfach Zellen die in Reihe verbunden werden. Pro Zelle kommen etwa 0,6V zur Gesamtspannung am Panel dazu. Die Pole sind die beiden Seiten. Auf den Bildern sieht man auch jeweils 3 Leitungen auf den Seiten. Hier werden verzinte Kupferstreifen angelötet.

Hier sieht man nun 6 Reihen a 6 Zellen. Die Reihen müssen nun noch an ihren Enden mit den anderen Reihen verbunden werden. Die Verbindung schlängelt sich dann wie ein W von unten nach oben und wieder runter und wieder hoch, u.s.w. Die beiden Pole für den Anschluss von Verbrauchern sind dann ganz links und rechts.

Die Reihen wurden nun mit dickeren Kupferstreifen miteinander verbunden. 2 Kabel für Plus und Minus sind auch dran.
Da die Zellen anfällig gegen Umwelteinflüsse sind, müssen diese möglichst dicht verpackt werden. Industriell wird den Panels in einem Vakuum eine Folie aufgedampft/druckt und anschließend mit einem stabilen Rahmen versehen.
Da ich diese Möglichkeit nicht habe, habe ich mich für Epoxyharz entschieden. Die komplette Rückseite wird eingegossen. Die Luft bekomm ich damit nicht raus, aber zumindest gibts keine Probleme mit Regen o.ä. Damit die Brühe mir nicht zwischen Scheibe und Zelle läuft, kam Klebeband zum Einsatz.

Die Solarzellen sind nun komplett eingegossen. Am besten mit Klebeband rund um das Panel eine kleine Mauer bilden, damit das Zeug nicht außerhalb der Scheibe laufen kann. Außerdem Handschuhe tragen!

Als letzter Arbeitsschritt kam ein Rahmen dran. Sind einfach L-Profile aus Aluminium die mit na Gehrungssäge geschnitten und miteinander vernietet wurden. Die Scheibe wurde dann mit Montagekleber am Rahmen festgeklebt. Als Sicherung, falls sich der Kleber lösen sollte, wurden noch Winkel an den Rahmen verschraubt, welche die Scheibe gegen den Rahmen drücken.

Wirklich empfehlen kann ich den Nachbau aber nicht. Das Verbinden der Zellen miteinander ist eine extrem heikle Sache. Die Zellen haben Dicken von wenigen Zehntelmillimeter und sind extremst zerbrechlich. Ausschuss ist hier vorprogrammiert. Auch das Eingießen mit Harz hat nicht einwandfrei geklappt. Das Klebeband war nicht ausreichend dicht, wodurch Harz zwischen Scheibe und Zellen gelaufen ist. Noch dazu hat sich der Kleber des Klebebandes in der heißen Sonne gelöst, sodass das Panel mittlerweile nicht mehr mit der Scheibe verbunden ist und durchhängt. Zwischen Scheibe und Panel ist also ein schöner Spalt.

Trotz aller Fehler bin ich auf Spitzenleistungen von 70-80 Watt gekommen. Es funktioniert also immerhin. 😀

Wartung meiner Maus

Da meine Maus in letzter Zeit immer häufiger Klicks nicht registriert, wars an der Zeit hier etwas zu ändern. In der Maus selbst sind hierzu ganz einfache Taster oder auch Switches genannt verbaut.(Na ja „einfach“? Die Dinger müssen zigtausend Klicks aushalten, aber ihr wisst denke ich was ich meine?)

Wenn ihr Glück habt, könnt ihr Taster für eure Maus nachkaufen. In meinem Fall kamen diese mal wieder aus China. 🙂

Meine Maus ist eine Microsoft InteliMouse Explorer 4.0 und mittlerweile über 10 Jahre alt. Das Problem mit den Klicks hab ich schon länger, allerdings konnte ich bis vor kurzem keine Ersatztaster finden. Eine vorübergehende Abhilfe gegen das Problem findet ihr bei meinem Bruder

Da ich jetzt also Ersatztaster bekommen habe, habe ich mich natürlich direkt dran gemacht und diese gewechselt.

Normalerweise hätte es jetzt gereicht, die beiden Taster im Bereich der Haupttasten der Maus zu wechseln, aber ich wäre nicht ich, wenn ich dabei nicht wieder n bischen weiter gehe. 😀

Beim freilegen der Platine dachte ich mir, das man die gute doch aufgrund ihrem stolzen Alter auch mal gründlich reinigen könnte.

Hier sieht man noch die komplette Platine. Zum Ablöten der Schalter nimmt man sich am besten ne Entlötpumpe. Kontakte kurz anheizen und den Lot absaugen. Beim Ablöten ist zuviel Temperatur eher unkritisch. Bei den neuen Schalter könnte zuviel Temperatur die neuen Schalter unbrauchbar machen, deshalb im Zweifel ruhig ein wenig Flussmittel dazu geben, damit hier nicht unnötig rumgebraten werden muss. Flussmittelhaltiges Lot ist grundätzlich ausreichend, aber ein wenig zusätzliches Flussmittel auf der Lötstelle macht die Sache oftmals einfacher. Flussmittelreste im Anschluss mit Alkohol o.ä. abspülen.

Mittlerweile klickts sich wieder wie ne eins. Von den Tastern hab ich mir gleich nen kleinen Vorrat geordert. D.h. die nächsten Jahre sind gesichert, falls nicht irgendwas anderes verreckt. 🙂